Echte Hochzeiten,  First Look,  Kirchliche Trauung

Zwischen Handwerkermarkt und Regenpfützen: Andrea & Alexander

Bei keiner anderen Hochzeit in 2023 habe ich mir in den 24 Stunden vor der Trauung so viele Sorgen gemacht, wie bei Andrea und Alexander im Juli. Die beiden haben sich für ein Shooting in der Burg Cadolzburg entschieden, da diese eine große persönliche Bedeutung für sie hat und sie sich hier bereits das standesamtliche Ja-Wort gegeben haben.

Eine Woche vor der Hochzeit dann die erste Hiobsbotschaft: In der Burg findet an diesem Wochenende ein Mittelalter-Handwerkermarkt statt und wir müssen befürchten, dass aufgrund der Stände und Besucher gar kein Shooting möglich ist. Fremde Leute auf den eigenen Hochzeitsbildern sind ja nicht gerade das Ziel. Zuschauer bei einem intimen First-Look, den man nicht wiederholen kann, auch definitiv eher hinterlich für romantische Stimmung. Wir entschließen uns für „hoffen wir das Beste und schauen uns das am Samstag einfach an“ und einigen uns auf zwei Notfall-Ausweich-Locations, die aber mit der Burg natürlich nicht mithalten können. Wir lassen die Woche vergehen. Am Freitag dann das nächste Problem: ströhmender Regen ist angekündigt und sogar eine Unwetterwarnung wurde vom Landkreis für den Samstag veröffentlicht.

Während sich unser Brautpaar stylen lässt, machen Flo und ich uns gleich mal eine Stunde früher als gebucht im stöhmenden Regen auf den Weg nach Cadolzburg, um uns die Situation vor Ort anzusehen und überdachte Ausweich-Lösungen zu finden. Im Gespäck natürlich unsere Regenschirme in weiß und durchsichtig, die wir für genau solche Situationen für unsere Paare bereithalten. Die beiden Ersatz-Locations von letzter Woche sind eine Wiese und ein Weiher – nichts also, was Schutz vor Regen bietet. Wir googeln nach Museen und Parkhäusern, Torbögen und historischen Vordächern und kommen dann in Cadolzburg an.

Für 12.00 Uhr ist der Shootingbeginn geplant. Für 12.10 Uhr sagt unsere Lieblingsapp „Regenradar“ eine Regenpause voraus. Wir schöpfen Hoffnung und unsere Instagram-Follower drücken fleißig die Daumen. Angekommen im Burghof erwarten uns nur 5 Handwerker-Zelte und 3 Besucher. Der Regen hat uns zumindest in dieser Hinsicht super in die Karten gespielt – der Burghof ist nahezu leer. Wie vorhergesagt lässt der Regen nach und ich bitte meine Braut noch schnell per Whatsapp sich Gummistiefel oder andere Wechselschuhe einzupacken, da der Regen der letzten Woche nassen Rasen und tiefe Pfützen hinterlassen hat – hinsichtlich unserer Befürchtungen zum Shootingverlauf ein wirklich kleines Problem. Flo sieht wie immer die Vorteile: Pfütze heißt Spiegelung und Spiegelungen sind sein Ding. Und wieder mal landen später Trauringe im Wasser – wer uns schon länger folgt, der weiß schon, dass wir das gerne tun.

Das Ende vom Lied: Kein Regentropfen mehr den ganzen Tag als unsere Braut etwas nach dem Bräutigam eintrifft. Die Schirme kommen nicht zum Einsatz und wir können wunderbar und ungehindert etwa anderthalb Stunden lang tolle Bilder im abwechslungsreichen Burghof schießen, bevor es um 14.00 Uhr mit der Trauung in der evangelischen Markgrafenkirche und der anschließenden Feier im Gasthof Seerose in Horbach/Langenzenn losgeht.


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